Clickertraining

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Ich kann den Clicker als Hilfsmittel in der Hundeerziehung nur empfehlen.

Von Zeit zu Zeit bieten wir eine Einführung in das Clickertraining, so daß der Clicker dann auch in den anderen Kursen eingesetzt werden.

Grundlagen

Wissenschaftlicher Hintergrund und Basis: Operante Konditionierung

Mittel: positive Bestärkung

Hilfsmittel als konditionierter Bestärker: Clicker

Lernprinzip:

Verhalten wird durch seine Konsequenzen bestimmt.

Wir können durch unsere Reaktion nach dem Verhalten direkten Einfluß auf das Verhalten selbst nehmen.“

Prinzip der operanten Konditionierung:

Ein Signal kündigt die Folgen eines Verhaltens an.

z.B. Signal / Kommando „Platz“ à“ Wenn Du jetzt Platz machst, bekommst Du ein Leckerlie“

1.) Wie bestärken wir ein Verhalten?

Kommando/Signalà Hund führt das Verhalten aus à Umweltantwort (Bestärken oder Ignorieren)

-BEVOR wir das Kommando/Signal geben, muß der Hund das gewünschte Verhalten richtig ausführen können. Mit Hilfe des Clickers führen wir den Hund dorthin. LERNEN AM ERFOLG

Wir reagieren auf ein bestimmtes Verhalten entweder durch Bestärken (richtig) oder Ignorieren (falsch).

Ein Bestärker gehört zum momentanen Motivationsbereich des Hundes. Er veranlasst ihn, das eben gezeigte Verhalten zu wiederholen. Die meisten Hunde sind immer hungrig, deswegen bietet sich Futter als Bestärker an. Einen ballverrückten Hund kann ich aber genauso gut mit einem Ball bestärken.

Wenn der Bestärker nicht zum Momentanen Motivationsbereich gehört, können wir das Verhalten nicht bestärken, z.B. wenn der Hund in Stresssituationen absolut keinen Hunger verspürt, kann ich ihn auch nicht mit Futter bestärken.

2.) Warum benutzen wir einen sekundären Bestärker (Clicker) und nicht nur dem Primären (Futter)?

Ein Hund wird schon durch die Gegenwart eines Bestärkers zur Aktivität veranlasst.

Der Clicker in der Hand motiviert den Hund . Futter in der Hand kann zu Lernproblemen führen, der Hund konzentriert sich nicht richtig auf die Übung. Viele kennen auch das Problem, daß der Hund gar nichts tut, wenn man kein Futter in der Hand hat. Der Clicker ist der goldene Mittelweg. Clicker in der Hand – Futter in der Tasche!

Um GENAU und EINDEUTIG zu bestärken, benutzen wir den Clicker als Sekundären Bestärker.

Mit dem Clicker kann man optimal zeitlich und räumlich bestärken – wir bestärken den Hund genau zu dem Zeitpunkt und an dem Ort, wo er das erwünschte Verhalten zeigt.

GRUNDREGEL: Der Hund verknüpft das Clicken genau mit dem momentanen Verhalten – man darf maximal 1 Sekunde später klicken.

Der Clicker ist im Geräusch nicht zu verwechseln und auf Helfer übertragbar.

3.)Wie wird der Clicker zum Bestärker?

Der Clicker wird als Sekundärer Bestärker (konditionierter Bestärker) in engen zeitlichen Zusammenhang  mit dem Primären Bestärker (Futter, Spielzeug) gebracht. Ein Sekundärer Bestärker kündigt einen primären Bestärker (Futter…) an.

à Übung ca 5 Minuten täglich: Teller mit der Wurst auf den Tisch, den Hund vor sich hinsetzen, Clicken, in die Schale greifen und dem Hund ein Stückchen Wurst geben

WICHTIG: Erst NACH dem Clicken zum Teller greifen!

Der Clicker bleibt als Sekundärer Verstärker IMMER mit dem Primären Verstärker (Futter…) verbunden. Der Primäre Verstärker (Futter…) wird dem Hund baldmöglichst nach dem Sekundären gegeben. Später kann man den Zeitraum, wann das Futter nach dem Click gegeben wird, vergrößern.

4. Der Clicker im Einsatz – Shaping – Wir formen das gewünschte Verhalten

Wenn die klassische Konditionierung abgeschlossen ist und der Hund Click und Belohnung verbindet, kann mit den ersten Übungen begonnen werden.

Der Hund lernt, dass er selbst Einfluß darauf hat, wann wir clicken und wann er die Belohnung bekommt. Für viele Hunde ist das neu. Hier beginnt nun die Operante Konditionierung.

Im optimalen Fall warten wir, bis der Hund das von uns gewünschte Verhalten von alleine zeigt, clicken in genau dem Moment und belohnen. Der Hund baut eine Verbindung auf und wird dieses Verhalten nochmal zeigen. Man kann auch leichte Hilfen geben, den Hund aber niemals ansprechen oder bedrängen. Der Hund lernt durch „Learning By Doing“

Wichtig: Der Click beendet die Übung.

Anfangs wird jede richtige Ausführung geclickt und belohnt. Später benutzen wir den Clicker unkontrolliert, clicken nicht mehr jedes Mal. Die Größe der Belohnung können wir auch variieren, z.B. bekommt der Hund für eine besonders gute Übung auch mal eine ganze Hand voll Futter, den „Jackpot“. Dadurch werden wir für den Hund nicht berechenbar und sehr viel interessanter.

5. Das Kommando

Wenn der Hund die Übung 100% sicher ausführt, geben wir dem ganzen einen Namen. Das Kommando wird eingeführt. Das Signal wird genau zu dem Zeitpunkt gegeben, wo der Hund das Verhalten zeigt, bis er eine Verknüpfung aufgebaut hat.

6. Beherrschen der Übung

Damit der Hund auch sicher auf das Kommando hört, wird von jetzt an nicht mehr geclickt und belohnt, wenn der Hund das Verhalten selbständig zeigt. Sonst erziehen wir uns einen Kasper, der alle Verhaltensweisen, die er kann, von alleine abspult, in der Hoffnung auf ein Leckerlie.

Clickerregeln zusammengefasst

1.)    Genau im richtigen Moment clickern – max. 1- Sekunde Verzögerung!

2.)    Nach dem Click IMMER Belohnen!

3.)    Vorher klarmachen, was wir bestärken wollen und dann auch nur darauf achten!

4.)    Hände weg vom Hund. Berührung kann ablenken!

5.)    Clicker in die Hand, Futter in die Tasche!

6.)    Die Qualität des Futters oder die Art des Spiels entscheidet über die Stärke der Belohnung.

7.)    Beim Lernprozeß selbst am besten nicht reden.

8.)    Später variabel bestärken.

9.)    Alles, was ablenkt, kann Belohnung werden ( Gerüche, Spielpartner)

10.)                       Wenn das Verhalten bei gelegentlicher Bestärkung gefestigt ist, wird das Signal / Komando konditioniert.

11.)                       Ab da wird spontanes Auftreten des Verhaltens nicht mehr belohnt.